Der Standort für den Weinanbau ist maßgebend für das Ziel des Winzers, einen guten Wein zu produzieren.
So ist es entscheidend, ob der Boden kalkhaltig, lehmhaltig oder kieshaltig ist. Es bewirkt, ob der
Wein später ein gutes Alterungspotential hat, wuchtig wird oder ob die Beeren früh reifen. Auch die Feuchtigkeit
des Bodens spielt eine Rolle. In Gegenden mit wenig Regen ist es wichtig, dass der Boden das Wasser gut speichern kann.
In Gegenden mit viel Regen dagegen ist eine gute Wasserdurchlässigkeit wichtig.
Darüber hinaus ist es wichtig, den Bodentyp mit der Rebsorte gut abzustimmen. So haben sich ideale Kombinationen von
Bodentyp und Rebsorte in den letzten Jahren herauskristallisiert, so dass sich in bestimmten Gegenden Rebsorten und
somit auch Weinsorten etabliert haben. Dabei sollte der Boden nicht zu fruchtbar sein – damit die Erträge nicht auf
Kosten von Qualität gehen.
Gerade in Weinbaugegenden mit milderem Klima ist das optimale Ausnutzen der Sonnenenergie wichtig. Dies und die Nähe
zu Wärme speicherndem Wasser kann man insbesondere an den Weinbaugebieten in Deutschland beachten: diese liegen allesamt
in Regionen mit Wasser, oftmals direkt an den Hängen der Flusstäler.
Es sind insgesamt rund 16000 Rebsorten bekannt, jedoch sind nur ca. 1000 für den gewerblichen Weinanbau zugelassen. Die bedeutensten Sorten für Rotweine sind beispielsweie Merolt, Cabarnet Sauvignion oder der Spätburgunder. Bei den Weißweinen wird der Chardonnay und der Riesling gerne angebaut – und gekauft.
© Rainer Sturm / pixelio